Die Blutbestandteile

Die roten Blutkörperchen
Die roten Blutkörperchen - Erythrozyten - sind für den Sauerstofftransport verantwortlich. Die Erythrozyten werden in der Lunge mit Sauerstoff beladen, der an ein spezielles eisenhaltiges Molekül, das Hämoglobin, gebunden wird. Im Gewebe wird der Sauerstoff wieder abgegeben und gegen Kohlendioxid ausgetauscht.

Hämoglobin gibt dem Blut seine rote Farbe. Vor jeder Spende wird der Hämoglobingehalt des Blutes gemessen. Erythrozyten leben 120 Tage und werden laufend nachgebildet. Der Körper eines Erwachsenen enthält ca. 25 Billionen rote Blutkörperchen. Durch ihre spezielle Form als beidseits eingebuchtete Scheibchen können Erythrozyten auch allerkleinste Blutgefäße passieren.

Erythrozytenkonzentrate werden bei Operationen bzw. Verletzungen mit hohen Blutverlusten eingesetzt, aber auch bei Blutarmut (Anämie) und krankhaft veränderten Erythrozytenformen (Sichelzellanämie).

Die weißen Blutkörperchen

Unter der Bezeichnung Leukozyten werden verschiedene, sehr unterschiedliche Zellen zusammengefasst.

Zur Gruppe der weißen Blutkörperchen - Leukozyten - gehören Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten. Diese Blutzellen spielen eine wichtige Rolle bei der Infektbekämpfung und ergänzen sich gegenseitig durch verschiedene Abwehrmechanismen. Dabei sind sie nicht nur im Blut, sondern auch im Gewebe zu finden. Auch die Anzahl der Leukozyten wird vor jeder Blutspende gemessen.

Die Blutplättchen
Die Blutplättchen - Thrombozyten - sind für die Blutstillung verantwortlich. Bei kleineren Verletzungen dichten sie die Gefäßwand ab und verhindern so ein Verbluten. Unter einer Thrombose versteht man die Bildung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes.

Thrombozyten sind nicht nur im Blut zu finden, sondern werden zum Teil auch in der Milz gespeichert. Sie haben eine Lebensdauer von 7-10 Tagen. Thrombozytenkonzentrate werden bei Thrombozytenmangel, wie er z.B. durch eine Chemotherapie entstehen kann, benötigt.Die Blutflüssigkeit

Die Blutflüssigkeit wird als Plasma bezeichnet. Sie besteht zu 90% aus Wasser, in ihr sind verschiedene Mineralien, Hormone, Nährstoffe, Eiweiße usw. gelöst.

Das Blutplasma erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben: Es transportiert die Blutzellen, Nährstoffe, Hormone und Stoffwechselprodukte. Außerdem reguliert es den Wasser- und Salzhaushalt und entwässert das Gewebe. Es ist auch wichtig für die Abwehr von Infekten, enthält wichtige Substanzen zur Blutgerinnung und gewährleistet den Wärmetransport innerhalb des Körpers.

Gefrorenes Frischplasma (GFP) wird benötigt bei Massivtransfusionen und Gerinnungsstörungen, außerdem dient es als Ausgangsmaterial für verschiedene Arzneimittel z.B. Gerinnungspräparate für Bluter, Präparate für Intensivpatienten und Mittel gegen schwere Infektionen.

Plasmaverluste durch Spenden werden innerhalb weniger Stunden vom Körper ausgeglichen.