Barrierefreiheit
Zum Hauptinhalt springen

Häufige Fragen (FAQ)

Hier haben wir die häufigsten Fragen rund um das Thema Blutspende gesammelt. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an unsere Blutspende-Hotline +49 251 83-58000

Aufwandsentschädigung

Zur Information: Die Aufwandsentschädigung wird zum 1. Juli teilweise angepasst:

  • Vollblutspende: 
    • Erstspende: 10,00 €
    • ab der 2. Vollblutspende: 20,00 € (ab 1. Juli: 25,00 €)
    • bei der 3. Vollblutspende, im Kalenderjahr einmalig: 30,00 €  (ab 1. Juli: 40,00 €)
  • Plasmaspende (AB): 30,00 € 
  • Thrombozytenspende: 40,00 € (ab 1. Juli: 50,00 €)

Aus Kostengründen kann Ihr persönlicher Aufwand (z.B Fahrtkosten, Parkgebühren u.a.) nur pauschal vergütet werden. Im Einzelfall ist dadurch nicht immer ein ausreichender Kostenausgleich (z.B. Lohnersatz) möglich. Wir folgen mit dieser Maßnahme der Forderung des Europäischen Rates nach der nicht bezahlten, freiwilligen und zweckfreien Blutspende. Diese Forderung wird durch unsere pauschalisierte, nur am tatsächlichen Aufwand orientierte Entschädigung erfüllt. Wie Sie vielleicht wissen, wird die “Bezahlung” der Blutspende in Deutschland von einigen Blutspendediensten kritisch diskutiert und gelegentlich auch unsachlich dargestellt. Besonders die Unterstellung, dass von Blutspendern, denen eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird, ein höheres Infektionsrisiko ausgehen soll, ist wissenschaftlich völlig unbegründet.

Das Robert-Koch-Institut, die zuständige wissenschaftliche Fachbehörde des Bundesministeriums für Gesundheit in Berlin, sieht deshalb auch keinen Grund, der Empfehlung des Europäischen Rates zu folgen und die Aufwandsentschädigung für das Blutspenden völlig zu streichen.

Auch wir halten die Aufwandsentschädigung für Ihre Blutspende für angemessen und voll gerechtfertigt. Gleichwohl müssen wir mit der Aufwandsentschädigung auch den modernen Spendeverfahren, den weiterentwickelten Transfusionstechniken und eingeführten zusätzlichen Bluttestungen (z.B. HIV-PCR) gerecht werden. Dabei wird Ihr zeitlicher und materieller Einsatz ebenso berücksichtigt wie der enorm angestiegene medizinische Aufwand für die Sicherheit der Blutspende.

Aktuell können Sie sich die Aufwandsentschädigung nur überweisen lassen. Zum Ausfüllen des Überweisungsvordruckes benötigen Sie die Daten Ihrer Kontoverbindung.

Wenn Sie Ihre Aufwandsentschädigung spenden möchten, vermerken Sie bitte auf dem Auszahlungsschein -Spende- und tragen den gewünschten Empfänger ein. 

Anbei eine Auswahl mit möglichen Einrichtungen: 

Lichtstrahl Uganda e.V.  Sparda Bank Münster  /  IBAN: DE21 4006 0560 0002 4278 18

Hilfe für Ntoma (Kinderheim in Tansania) VR-Bank Kreis Steinfurt  /  IBAN: DE72 403 619 060 038 070 100

Kinderneurologie-Hilfe e.V. Münster Sparkasse Münsterland Ost / IBAN: DE36 4005 0150 0150 0440 55

Verein zur Förderung krebskranker Kinder Münster e.V. Sparkasse Westmünsterland Ost / IBAN: DE90 401 545 3000 35290915

Spendeaktion Herr Kersting - Für krebskranke Kinder + Lichtblicke e.V. Sparkasse Westmünsterland / IBAN: DE13 4015 4530 0035 3707 74 

Stammzellspenderdatei am UKM  Spendenfonds ZU200151   Deutsche Bank Münster / IBAN: DE42400700800013884200         

Deutsche Krebshilfe Sparkasse Köln-Bonn / IBAN: DE98 3705 0198 0000 9090 93

Förderverein Krisenhilfe Münster e. V.  Sparkasse Münsterland Ost / IBAN: DE73 4005 0150 0000 4411 62

Spendekriterien

Eine Übersicht über die Spendekriterien für eine Vollblut-, Blutplasma- und Thrombozytenspende finden Sie hier:

Kriterien Vollblutspende

Kriterien Blutplasmaspende

Kriterien Thrombozytenspende 

Allgemeines

Das A-B-0-System: Die Blutgruppe ist ein vererbtes Merkmal. Antikörper und biochemische Merkmale an der Oberfläche der roten Blutkörperchen bestimmen die Zugehörigkeit zu einer Blutgruppe. Das A-B-0-System ist bereits seit einem Jahrhundert bekannt. Da einige der Blutgruppen untereinander mit Abwehrmechanismen reagieren, kann Spenderblut nicht jedem Empfänger gegeben werden. Deshalb wird die Blutgruppe jedes Spenders sorgfältig bestimmt.

Neben dem AB0-System gibt es eine Reihe weiterer Blutgruppenmerkmale mit unterschiedlicher Bedeutung für die Bluttransfusion. Von besonderer Bedeutung ist der Rhesusfaktor. Seinen Namen hat er von Rhesusaffen, bei denen er 1940 erstmalig entdeckt wurde. Der wichtigste Rhesusfaktor ist das Rhesusmerkmal D. Menschen, die dieses Rhesusmerkmal besitzen, sind Rhesus positiv (D+). Fehlt dieses Merkmal, so bezeichnet man sie als Rhesus negativ (D-). Im Gegensatz zu den AB0-Blutgruppen enthält das Blutplasma in der Regel keine Antikörper gegen eine Rhesuseigenschaft. Durch Übertragung von Rh-positivem Blut auf Rh-negative Empfänger kann es jedoch zur Bildung von Rhesus-Antikörpern und damit bei erneuter Transfusion von Rh-positivem Blut zur Transfusionsstörung kommen. Keine Folgen hat jedoch die Übertragung von Rh negativem Blut auf Rh positive Empfänger, so dass die Ärzte es im Notfall, wenn es schnell gehen muss, einsetzen können.

Die roten Blutkörperchen - Erythrozyten - sind für den Sauerstofftransport verantwortlich. Die Erythrozyten werden in der Lunge mit Sauerstoff beladen, der an ein spezielles eisenhaltiges Molekül, das Hämoglobin, gebunden wird. Im Gewebe wird der Sauerstoff wieder abgegeben und gegen Kohlendioxid ausgetauscht. Hämoglobin gibt dem Blut seine rote Farbe. Vor jeder Spende wird der Hämoglobingehalt des Blutes gemessen. Erythrozyten leben 120 Tage und werden laufend nachgebildet. Der Körper eines Erwachsenen enthält ca. 25 Billionen rote Blutkörperchen. Durch ihre spezielle Form als beidseits eingebuchtete Scheibchen können Erythrozyten auch allerkleinste Blutgefäße passieren.

Erythrozytenkonzentrate werden bei Operationen bzw. Verletzungen mit hohen Blutverlusten eingesetzt, aber auch bei Blutarmut (Anämie) und krankhaft veränderten Erythrozytenformen (Sichelzellanämie).

Unter der Bezeichnung Leukozyten werden verschiedene, sehr unterschiedliche Zellen zusammengefasst. Zur Gruppe der weißen Blutkörperchen - Leukozyten - gehören Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten. Diese Blutzellen spielen eine wichtige Rolle bei der Infektbekämpfung und ergänzen sich gegenseitig durch verschiedene Abwehrmechanismen. Dabei sind sie nicht nur im Blut, sondern auch im Gewebe zu finden. Auch die Anzahl der Leukozyten wird vor jeder Blutspende gemessen.

Die Blutplättchen - Thrombozyten - sind für die Blutstillung verantwortlich. Bei kleineren Verletzungen dichten sie die Gefäßwand ab und verhindern so ein Verbluten. Unter einer Thrombose versteht man die Bildung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes. Thrombozyten sind nicht nur im Blut zu finden, sondern werden zum Teil auch in der Milz gespeichert. Sie haben eine Lebensdauer von 7-10 Tagen. Thrombozytenkonzentrate werden bei Thrombozytenmangel, wie er z.B. durch eine Chemotherapie entstehen kann, benötigt. Die Blutflüssigkeit wird als Plasma bezeichnet. Sie besteht zu 90% aus Wasser, in ihr sind verschiedene Mineralien, Hormone, Nährstoffe, Eiweiße usw. gelöst. Das Blutplasma erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben: Es transportiert die Blutzellen, Nährstoffe, Hormone und Stoffwechselprodukte. Außerdem reguliert es den Wasser- und Salzhaushalt und entwässert das Gewebe. Es ist auch wichtig für die Abwehr von Infekten, enthält wichtige Substanzen zur Blutgerinnung und gewährleistet den Wärmetransport innerhalb des Körpers. Gefrorenes Frischplasma (GFP) wird benötigt bei Massivtransfusionen und Gerinnungsstörungen, außerdem dient es als Ausgangsmaterial für verschiedene Arzneimittel z.B. Gerinnungspräparate für Bluter, Präparate für Intensivpatienten und Mittel gegen schwere Infektionen. Plasmaverluste durch Spenden werden innerhalb weniger Stunden vom Körper ausgeglichen.