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Häufige Fragen und Irrtümer zur Stammzellspende

Fragen

Bei allen Fragen, die Sie zur Stammzellspende haben, kommen Sie einfach zu uns oder rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter! Wichtig ist aber auch, dass wir Sie erreichen können. Wenn Sie bei uns als Stammzellspender registriert sind, informieren Sie uns bitte rechtzeitig über Adress- und Telefonänderungen. Auch wenn Sie kein Blutspender mehr bei uns sind, aber weiterhin als Stammzellspender registriert bleiben möchten, sind wir Ihr Ansprechpartner und für Sie da. 

Die Einverständniserklärung zur Stammzellspende kann jederzeit ohne Angaben von Gründen zurückgezogen werden. Teilen Sie einfach der Datei, die Sie betreut (also uns, wenn Sie bei uns Spender sind) mit, dass Sie nicht mehr als Stammzellspender zur Verfügung stehen. Der Rücktritt sollte aber nicht kurz vor einer geplanten Stammzellentnahme erfolgen, da der Patient entsprechend vorbereitet ist und ein Ausbleiben der Stammzelltransplantation das Leben des Patienten massiv gefährdet.

Leukämien (Blutkrebs) sind bösartige Erkrankungen der weißen Blutkörperchen, die ihren Ausgang im Knochenmark nehmen. Die im Knochenmark unkontrolliert wachsenden Leukämiezellen verdrängen die gesunden blutbildenden Stammzellen. Diese Entwicklung verläuft in vielen Fällen tödlich. Jährlich erkranken in Deutschland mehrere tausend Menschen, darunter auch Kinder, an Leukämie. Oft ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die einzige Überlebenschance. Viele Spender sind nötig. Für eine Stammzellspende müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger nahezu identisch sein. Das macht die Spendersuche sehr schwierig. Selbst bei Geschwistern ist diese hohe Übereinstimmung selten. In zwei Dritteln aller Fälle müssen daher nicht verwandte Spender gefunden werden. Je größer die Zahl potenzieller Spender ist, um so besser stehen die Erfolgschancen.

Irrtümer

Blutstammzellen werden bei uns aus dem peripheren Blut entnommen. Selbst bei der operativen Blutstammzellentnahme gelangt man nicht mal in die Nähe des Rückenmarks, denn die Entnahme erfolgt aus dem Beckenkamm.

Die operative Blutstammzellentnahme ist mittlerweile ein Ausnahmefall. Bei diesem Verfahren werden dem Spender ca. 1000 ml eines Blut-Knochenmark-Gemisches durch mehrere Punktionen am Beckenkamm entnommen. Aus diesem Gemisch erfolgt die Abtrennung der Blutstammzellen. Bei uns wird dieses Verfahrens nicht durchgeführt. Wir führen ausschließlich die Entnahme aus dem peripheren Blut durch. Dieses Verfahren ist seit mehr als 10 Jahren etabliert und stellt ein wesentlich schonenderes Verfahren dar.

Die Gabe des Blutstammzellpräparates an den Patienten ist sehr einfach und erfolgt wie die Verabreichung einer normalen Blutkonserve. Dabei siedeln sich die Spenderzellen in den Knochenhohlräumen des Patienten ab. Vorher muss das erkrankte Knochenmark des Patienten mittels Chemotherapie oder Bestrahlung zerstört werden.